Grippe oder Erkältung? So erkennen Sie den Unterschied

Jeder kennt dieses Kitzeln in der Nase und den häufigen Niesreiz, die einen Schnupfen anzukündigen versuchen. Schnupfen kann alleine auftreten, oder zusammen mit anderen Beschwerden, die auf eine Erkältung, oder Grippe hinweisen können. Die anfänglichen Symptome eines Schnupfens sind ähnlich denen einer Erkältung. In den ersten Tagen beginnt die Nase zu „laufen“. Die Nasenschleimhäute sondern ein klares, wässriges Sekret ab. Gegen Ende der Erkrankung wird dieses Sekret zähflüssig und verfärbt sich gelblich.

Schnupfen kann zwar durch mehrere Faktoren ausgelöst werden, doch in der Regel tritt er vermehrt in der kalten Jahreszeit auf. Hier liegt oft der Grund an der trockenen Heizungsluft in der Wohnung, am Arbeitsplatz etc. Die Nasenschleimhäute sind trocken und somit anfälliger gegenüber Entzündungen. Die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut erweitern sich, die Nasenschleimhaut schwillt an. Die Folgen sind erschwertes Atmen durch die Nase, bis dann diese beginnt zu „laufen“. Weitere unangenehme Begleiterscheinungen eines Schnupfens sind, dass der Geschmackssinn und der Geruchssinn stark beeinträchtigt werden.

Ein Schnupfen dauert in der Regel nur einige Tage lang. In anderen Fällen ist es zu klären, ob es sich nicht eher um eine Erkältung, Grippe, oder um eine allergische Reaktion (Heuschnupfen) handelt. Auch Schnupfen wird, wie Erkältung und Grippe, von bestimmten Viren verursacht. Die Ansteckung ist relativ leicht, da sich die Viren durch Tröpfcheninfektion, oder durch Körperkontakt (Händeschütteln, Umarmen etc.)

auf andere Menschen übertragen lassen. Natürlich haben die Viren ein besonders leichtes Spiel, wenn die Nasenschleimhaut bereits vorgeschädigt ist. Bei einem schwachen Immunsystem können die Erreger auch bis in die Nebenhöhlen vordringen. Gerade bei Kindern und älteren Menschen kann es im Zusammenspiel mit einem Schnupfen auch zu einer schmerzhaften Mittelohrentzündung kommen.

Gegen Schnupfen gibt es einige „Hausmittelchen“, die wahre Wunder wirken können. Halten die Beschwerden jedoch länger als 3-5 Tage an, sollte man doch einen Arzt aufsuchen. Doch zu Beginn können auch Sie viel für ihre Gesundheit tun. Dampfbäder mit der wohltuenden Wirkung von Kamille sind hier erste Wahl. Auch die Anschaffung eines Inhalators mit Nasenmaske leistet in so einem Fall sehr gute Dienste.

Die Nasenmaske erfüllt zwei gute Dienste. Erstens geht von den ätherischen Ölen nichts „verloren“, zweitens können die Augen während der Inhalation nicht gereizt werden. Zusätze für den Inhalator gibt es in den Apotheken rezeptfrei zu kaufen. Kochsalz und Kamillentee hat jedoch fast jeder zu Hause. Solche Inhalationen, oder Dampfbäder befeuchten die Nasen- und Rachenschleimhäute und befreien somit die Nase, was die Atmung erleichtert.

Nasentropfen und Nasensprays sind eine tolle Sache, sollten aber mit Bedacht verwendet werden. Die Anwendung sollte nicht länger, als eine Woche am Stück betragen. Eine zu lang dauernde Anwendung kann zum Gegenteil führen.

Die Nasenschleimhaut schwillt erneut an und dies verleitet wiederum dazu, die Nasentropfen (oder Spray) weiter zu verwenden. Dies endet meist in einem Teufelkreis, bis man von den Nasentropfen abhängig wird. Tabletten gibt es nur gegen die weiteren Beschwerden, die mit einem Schnupfen einhergehen können, wie leichtes Fieber, oder Kopf- und Gliederschmerzen. Nur gegen das „Naselaufen“ gibt es keine Tabletten. Durch das häufige Naseputzen kann auch die äußere Haut der Nase beschädigt werden.

Die Rötungen und die damit verbundenen Schmerzen lassen sich sehr gut mit speziellen Nasensalben behandeln. Schnupfen an sich lässt sich sehr gut zu Hause behandeln, eben mit Hausmitteln oder mit rezeptfreien Präparaten aus der Apotheke. Sollten die Beschwerden jedoch länger anhalten, oder kommen weitere Beschwerden, wie Stirnkopfschmerzen, oder Ohrenschmerzen hinzu, dann ist der Besuch beim Arzt dringend nötig.